Nikotin-Entzug

Heute teile ich dir meine Erfahrung mit dem Nikotin-Entzug, körperliche/psychische Entzugserscheinungen.

Nikotin-Entzug

Wenn man sich entscheidet auf zu hören zu Rauchen, verlangt irgendwann das Gehirn/Rezeptoren nach mehr Nikotin. Für uns ist das Rauchen eine Belohnung da der Stoff Nikotin unser Belohnungszentrum anspricht.

Was ist aber, wenn kein Nikotinnachschub mehr kommt?

Der Körper und die Psyche geht auf Entzug. Jede Stunde wird Nikotin immer mehr abgebaut. Die Belohnung fällt für uns weg, und die Glücksgefühle bleiben aus. Dementsprechend reagieren wir genervt, sind schnell gereizt und wollen unbedingt eine Rauchen.

Ich kann euch sagen, die erste Woche ist die schlimmste Zeit beim aufhören. Danach wird es leichter dem Drang zu widerstehen eine zu Rauchen.

Der Körperliche Entzug

Wie jeder Raucher schon weiß, ist Rauchen schädlich für die Psyche und den Körper.

Aber was passiert mit dem Körper im positiven Sinne wenn du aufhörst zu Rauchen?

1. 20 Minuten nach der letzten Zigarette sinkt der Blutdruck und Puls auf den Normalniveau.

2 .Nach 8 Stunden ist der Sauerstoffgehalt im Blut wieder normal.

3. Nach 2-3 Tage fängst du wieder an richtig zu Riechen und zu schmecken.

– Deine Lunge fängt an sich zu reinigen

– Kein Nikotin mehr im Blut

4. Die Haut beginnt sich zu regenieren, sie wird besser durchblutet und das Atmen fällt leichter.

5. Die Hormone sind bald wieder im Gleichgewicht und der Körper produziert selbstständig das Glückshormon Serotonin.

6. Nach Jahren sinkt das Herzinfarkt-Risiko und Lungenkrebs.

Durch den Entzug, fängt der Körper direkt nach der letzten Zigarette an sich zu reinigen und zu heilen.

Die Entzugserscheinungen können sein:

  1. Schlafprobleme in den ersten Tagen bis ein paar Wochen.
  2. Die Laune ist im Keller.
  3. Magenschmerzen oder andere Darmprobleme.
  4. Man kriegt viel Durst.

 

Eigene Erfahrung zu den körperlichen und psychischen Enzugserscheinungen

Ich habe sehr oft versucht, ein Nichtraucher zu werden und zu bleiben. Leider ist der Versuch sehr oft gescheitert. Meistens wegen der Psyche, aber auch aus Angst. Aber heute habe ich wieder begonnen, Nichtraucher zu werden und zu bleiben.

Meine Entzugserscheinungen waren oder sind genau die jeweiligen Dinge die ich oben aufgelistet habe.

Daher ist es für die Psyche umso schwieriger, damit umzugehen.

Du bist wegen dem entzug generell schnell genervt und gereizt, aber was ist wenn du auch noch nicht genug schläfst. Dann bin ich meistens eine tickende Zeitbombe. Ist egal was ich sage oder meine, dies geht immer als Angriff rüber. Obwohl das nicht Ernst gemeint ist. Egal was die anderen sagen, meinen oder die jeweilige Körperhaltung ist, registriere ich meistens als Angriff und gegen mich.

Die wunderbaren Ausreden

Jeder Exraucher, Nichtraucher oder die jenigen die versucht haben, das Rauchen aufzugeben, haben wahrscheinlich schon festgestellt, was für tolle Ausreden man findet um wieder zu Rauchen.

Wir Raucher sind uns die gesundheitlichen Risiken bewusst und wissen auch was wir alles für Vorteile haben, wenn wir nicht mehr Rauchen. Aber unsere Psyche und das „Nikotinmonster“ schafft es immer wieder Ausreden zu finden, um wieder mit dem Rauchen anzufangen.

Die größte Ausrede ist immer: „nur die Eine„.

Wenn wir nicht mehr Rauchen wollen, gibt es nicht mehr nur die Eine. Das ist eine Falle. Wenn du wirklich nur die Eine rauchst, ist die Falle zugeschnappt und du rauchst wahrscheinlich weiter oder auch mehr.

Die nächste Ausrede ist: “ es ist noch nicht der richtige Zeitpunkt„.

Und wann soll der richtige Zeitpunkt sein? Eigentlich ist der richtige Zeitpunkt, jetzt sofort. Nicht morgen, nicht in 2 Wochen oder im nächsten Urlaub. Wer sich entscheiden konnte das Rauchen aufzugeben, sollte es Jetzt tun und es nicht verschieben.

Da schnappt sonst die nächste Falle zu und verschiebt es immer wieder auf einem anderen Zeitpunkt.

Meine beliebteste Ausrede/Frage ist immer wenn ich Schmacht habe: “ sollen wir nicht einfach weniger Rauchen?

Was erhoffe ich mir dabei? Ich kann weiter Rauchen, die Ilusion bleibt weiter bestehen, das Rauchen entspannt und den Stress reduziert und muss nicht an mir selbst arbeiten. Im anderen Punkt, ich rauche weniger als früher und es wäre dann gesünder.

Natürlich gibt es mehr Ausreden um wieder anzufangen zu Rauchen. Welche war denn deine?

Ist weniger Rauchen gesünder als normal Rauchen?

Was ist den schon normal, einige Rauchen am Tag eine ganze Schachtel weg, andere schaffen eine Tabakdose zu zweit in einer Woche wegzuqualmen.

Weniger Rauchen, ist etwas gesünder, aber macht irgendwie nicht die Kohle fett.

Rauchst du weniger, z.B. nur 6 Zigaretten am Tag anstatt 15 Stück. Machst du dir umso mehr Stress als vorher. Du planst noch mehr dein Tag nach den Zigaretten und malst es dir aus, wann du als nächste wieder eine Rauchen kannst.

Also besser ganz aufhören, deine Angst besiegen und durch den Entzug kämpfen zum Nichtraucher.

Bei Ergänzungen oder vergessene Erwähnungen, kannst du mir gerne ein Kommentar da lassen oder per E-Mail. Bei Kritik, Feedback oder eigene Erfahrungen ebenfalls.

 

JMiddeke

Medien: Pexels.com
Quelle: eigene Erfahrung und der App Rauchfrei-Tracker

 

%d Bloggern gefällt das: