Gefühle in der Depression

Im letzten Beitrag ging es darum, wie der Betroffene sein Alltag mit Depression meistert. Noch nicht gelesen? Dann kannst du  hier Depression im Alltag nach lesen.

Heute geht es darum, wie die einzelnen Gefühle der Betroffenen sind in der Depression. Welche Gefühle vorhanden sind, wie du damit umgehen kannst und Erklärungen gibt es heute hier zu sehen.

 

 

 

In der Depression spielen Gefühle eine große Rolle, sei es negativ oder positiv. Die gängigsten Gefühle die wir kennen sind:

  • Freude
  • Wut
  • Angst
  • Trauer
  • Hass
  • Scham

 

In der Depression, weiß der Betroffene meistens nicht wie die Gefühle zu beschreiben sind. Das meiste was der Betroffene in der Depression tut, die Gefühle zu bewerten oder zu verdrängen.

Ob Bewertung der Gefühle und Verdrängung in der Depression gut ist, erfährst du weiter unten.

 

Welche Gefühle sind nun jetzt vorhanden?

Hier eine Auflistung der Gefühle die in der Depression wahrgenommen werden:

  • Wut
  • Selbsthass
  • Schuld
  • Verzweiflung
  • Trauer
  • Hoffnungslosigkeit
  • Selbstzweifel
  • Angst
  • Scham
  • Erschöpft
  • Müde
  • Energielos
  • Genervt/gereizt

 

Es gibt ganz bestimmt noch mehr an Gefühlen die Betroffene so wie mich eingeschlossen in der Depression fühlen. Bei fehlende Gefühle, die du gerne in der Liste sehen möchtest, kannst du mich in den Kommentaren aufmerksam machen und ich füge sie rechtzeitig hinzu.

Wie du siehst, sind es reine negative Gefühle. Warum?

Wie du schon weißt ist Depression eine Krankheit. Es ist nichts Positives daran. Die Depression zieht einen so sehr hinunter ins Loch, dass wenn es einem auffällt, es schwer ist wieder allein daraus zu kommen.

 

Erklärungen der Gefühle

Hinweis: Die Erklärungen der Gefühle, basieren aus meiner eigenen Erfahrungen, daher bei fehlende Information mich bitte informieren, damit ich dies hinzufügen kann.

Gefühl Erklärung
Wut

 

Der Betroffene ist meist wütend auf sich selbst. Zum Beispiel, wenn was nicht so funktioniert wie es soll, sei es auch nur so Kleinigkeiten, wie aufstehen oder duschen  gehen. Die Wut kann auch nach außen treten, an andere Dinge oder Personen wie, Job, Chef, Partner, Ehemann etc.
Selbsthass Der Betroffene hasst sich selber. Der Selbsthass entsteht, wenn derjenige nichts hinbekommt oder anders handelt als man möchte. Meistens tauchen Gedanken auf wie, ich kann nichts, ich bin nichts, ich mache alles kaputt.
Schuld Man gibt sich die Schuld für alles und jeden. Sei es wenn der Partner schlecht drauf ist oder Dinge die nicht klappen, wofür der Betroffene nichts für kann. Meistens fühlt man sich schuldig zu existieren oder wenn Ereignisse stattfinden, die nicht stattfinden soll wie, Trennung, Jobverlust, finanzielle Probleme.
Verzweiflung/ Hoffnungslosigkeit Die beiden Gefühle stehen eng beieinander. Die Probleme die im Kopf entstehen werden immer mehr und man findet selbst keinen Ausweg mehr daraus. Der Betroffene wünscht sich wieder aus der Depression raus zu kommen und weiß nicht wie. Vieles wurde ausprobiert und im Endeffekt scheint einem alles Hoffnungslos.
Trauer Der Betroffene weint viel oder kann nicht weinen. Das dringende Bedürfnis zu weinen, ist stets vorhanden. Trauer spielt mit den Gefühlen Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit eine große Rolle zusammen. Wer verzweifelt ist oder sich hoffnungslos fühlt, hat das Bedürfnis zu weinen.
Selbstzweifel Der Betroffene zweifelt an sich selbst. Es wird gezweifelt ob das alles so Sinn macht, ob die Fähigkeiten die man besitzt wirklich die eigenen Stärken sind oder bei Kleinigkeiten fragt man sich ob der Betroffene wirklich wert ist dies zu tun. Zweifel ob man aus der Depression wieder raus kommt, Zweifel es allein zu schaffen. Gedanken wie: ich kann das nicht, ich schaffe das nicht etc. treten vermehrt auf. Es wird alles und jeden hinterfragt, wenn einem gelobt wird oder Komplimente fallen.
Angst/Scham Der Betroffene schämt sich für sich selber und die Krankheit. Schämt sich für das Verhalten und die Gefühle sowie die eigenen Handlungen. Die Angst steht auch groß im Vordergrund. Angst unter Leute zu gehen, alles falsch zu machen, das die Leute sich von einen abwenden, die nahestehende Personen zu verletzen. Man kann sagen Angst vor allem.
Erschöpft/Müde/Energielos Da ist es egal ob man gut geschlafen hat oder nicht, man fühlt sich erschöpft, müde und ohne Energie. Es zieht einen so dermaßen runter, das es einem schwer fällt aus dem Bett zu kommen oder kleine angenehme Tätigkeiten zu erledigen. Es ist ein Gefühl, als würde man vom Boden angezogen. Man könnte auch ein Schweregefühl nennen.
Genervt/gereizt Die Nerven und die Psyche sind schon so überstrapaziert, das egal wer was sagt oder was passiert, der Betroffene nicht so reagiert wie gewünscht. Die Frauen kennen das Gefühl ganz gut, wenn die Periode mal wieder am Start ist. Sei es auch nur wenn der Partner atmet, kann es passieren das die Person gereizt reagiert und genervt aufstöhnt.

 

Wie du siehst, sind es viele verschiedene negative Gefühle die in der Depression auftreten. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich noch nicht besonders geübt bin die jeweiligen Gefühle zu beschreiben.

Ist es hilfreich oder sinnvoll die Gefühle zu bewerten oder gar zu verdrängen?

Es ist aus meiner persönlichen Erfahrung gar nicht sinnvoll die Gefühle zu verdrängen oder zu bewerten. Es zieht einem noch mehr hinunter wenn man sie bewertet und wenn die Gefühle verdrängt oder sogar betäubt werden, drängen sie sich mehr in den Vordergrund und es geht einem noch schlechter. Im schlimmsten Fall kriegt der Betroffene einen Gefühlsausbruch oder ein Nervenzusammenbruch.

 

Wie kannst du damit umgehen?

Probieren die Gefühle zu akzeptieren und die abmildern mit positiven Dingen. Bei Wut kann Boxen gegen ein Box Sack oder stark Sport machen helfen. Klar ist aufjedenfall, das es anstrengend sein kann den Hintern überhaupt hoch zu bekommen. Ich kann nur eins sagen, egal was du machst, solange das positive Dinge sind kann es dir nur helfen und ein Stück nach vorn bringen. Dem einen oder anderen kann es helfen die Gefühle und Stimmung aufzuschreiben, wie z.B. ein Stimmungs- oder Gefühlstagebuch.

Mit einer nahenstehenden Person über die Gefühle zu sprechen und Dinge gemeinsam finden, die starken Gefühle abzumildern. Wenn einem der Drang danach ist, zu weinen dann sollst du das bitte tun. Wenn du genervt reagierst, solltest du den nahestehen Personen informieren, das du deine Ruhe haben möchtest oder es passieren kann, das du was sagst aber es so nicht meinst. Akzeptanz ist das richtige Sprichwort dafür.

Es ist harte Arbeit die sich auszahlt!

Es ist natürlich ein hartes Stück Arbeit und es spielen mehrere Faktoren mit zusammen um aus der Depression hinaus zu kommen.

Was dir noch helfen kann ist, wenn du dir jeden Tag aufschreibst was an dem Tag besonderes gut war oder was dir gut gelungen ist. So baust du positive Gefühle auf und die negativen sind nicht mehr ganz so stark vorhanden.

Wenn du noch was hinzuzufügen hast, was dir und den anderen helfen könnte mit den Gefühlen umzugehen, sei es selbst ausprobiert oder mal gehört, dann schreib mir bitte in die Kommentare und ich füge es in den Beitrag hinzu.

Bei Fragen oder Anmerkungen, darfst du gerne in den Kommentaren schreiben oder mich persönlich über E-Mail anschreiben.

 

Vielen Dank.

In Liebe

JMiddeke

Medien: Pexels.com
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