Depression im Alltag

Wie sieht eine Depression im Alltag aus? Was kann ich machen, wenn es Überhand nimmt? Die zwei Fragen und weitere, kläre ich heute auf.

Wie sieht eine Depression im Alltag aus?

Es kommt darauf an, wie schwer die Depression vorhanden ist. Man unterscheidet die Depression in drei verschiedene Stadien/Grade. Einmal die leichte, mittlere und die schwere. Es gibt auch ein Begriff für Depression die immer wieder zurückkehrt. Das nennt sich rezidivierende Depression. Wer diesen komplizierten Begriff sich ausgedacht hat, musste echt Langeweile gehabt haben. Wer sagt schon rezidivierend? Niemand außer die Ärzte. Ich sage einfach ich habe Depression.

Zurück zum Thema.

Leichte Depression im Alltag

In der leichten Depression kriegt jeder noch einigermaßen alles soweit hin, wie Arbeit, Haushalt und andere alltäglichen Dinge. Die Stimmung ist leicht gedrückt, macht sich schon Gedanken über sich selber und hegt Zweifel. Es ist aber nicht so schwer ausgeprägt wie in der mittleren oder schweren Depression. Die Betroffenen können selber noch mit eigener Kraft sich daraus kämpfen. Finden noch passende Lösungsansätze für ihren Problem. Die Stimmung kann leicht kippen, aber nicht so extrem, das es auffallen würde. Der Betroffene fängt an zu merken, das mit einem was nicht stimmt und handelt dagegen.

 

 

Mittlere Depression im Alltag

In der mittleren ist es schon schwerwiegender. Man ist erschöpft, müde und auch antriebslos. Negative Gedanken kommen auf wie z.B. ist es das alles wert, bin ich es wert, ich kann nichts etc.

Gedanken werden zunehmend stärker und man kommt weniger zur Ruhe. Jede Situation wird mehrmals gedanklich durchgespielt, entwickelt Ängste und Überforderung. Stimmung wird wechselhafter, mal ist man gut drauf und im nächsten Moment ist man wütend oder traurig. Es nennt sich Stimmungsschwankungen. Die Arbeit, Haushalt und der Alltag wird kaum bis gar nicht richtig gemeistert und wenn doch mit aller Mühe. Antriebslosigkeit spielt dann eine größere Rolle.

Es fällt einem schwerer aus dem Bett zu kommen und Dinge zu machen die einem Spaß macht. Es kommen vermehrt Zweifel auf und auf Dauer findet man sich in einem Gedankenkarussell wieder. Selbst Hobbys oder Tätigkeiten die einem Spaß gemacht haben, werden vernachlässigt. Die meisten sind in den Situationen überfordert. Man zieht sich langsam sozial zurück.

Schwere Depression im Alltag

Bei einer schweren Depression geht so gut wie gar nichts mehr. Man ist Antriebslos, Stimmung ist gedrückt, Bewegung ist nur minimal z.B nur zur Toilette, in die Küche und ins Bett. Sozialer Rückzug ist hier besonders stark. Die Negative Gedanken nehmen Überhand und die volle Kontrolle einer Betroffenen. Starke Selbstzweifel und Schuld sind in im Vordergrund. Stimmungsschwankungen sind auch vermehrt vorhanden oder ständig nur gedrückt. Mit gedrückte Stimmung meine ich, das einem nichts bis wenig zum Lachen bringt oder es sich innerlich leer anfühlt.

Starke Gedanken über die Sinnlosigkeit kommt auf und man ist in der Depression gefangen und man kommt nicht ohne professionelle Hilfe nicht mehr daraus. Bei dieser Form von Depression können Suizidgedanken und Handlungen vorkommen. Bei schweren Suizidgedanken sollten sich Betroffene schnell Hilfe holen, sei es den Notruf zu wählen oder innerorts die Notaufnahme aufzusuchen. Der Betroffene fühlt sich hilflos, verzweifelt, nimmt alles persönlich und hat die Hoffnung in sich und sein Leben verloren.

Wie läuft es bei mir im Alltag ab?

Zurzeit geht es mir persönlich nicht gut. Daher kommt so spät der Beitrag. Nach persönlichem Empfinden schwanke ich zwischen mittel und schwer. Bei mir wurde mehrfach die wiederkehrende Depression festgestellt. Es fühlt sich bei mir an wie in eine Kurve. Man kann sich das so vorstellen: Ein paar Tage geht es mir teilweise gut und kann Lachen und die nötigsten Aufgaben bewältigen. In den anderen Tagen falle ich ins tiefe Loch. Selbst mein Partner hat Schwierigkeiten mir selbst zu helfen oder mich aufzumuntern, einfach weil er nicht richtig verstehen kann wie ich mich fühle und was er dagegen tun kann. Mein Respekt an ihn, er versucht es zu verstehen und mich in allen Situationen zu unterstützen. Es ist selbst für ihn nicht einfach und raubt auch seine Kräfte.

Ich schaffe momentan nicht viel. Ich lag die meiste Zeit im Bett und konnte mich nicht aufraffen. Zu Terminen ging es, mir fiel es aber besonders schwer. Kleine Tätigkeiten wie Duschen und mir selbst Kaffee zu machen geht, ich tue mich aber mit dem Haushalt nur schwer. Arbeiten geht zurzeit gar nicht. Es ist für mich eine totale Belastung. Zurzeit auf jedenfall.

Wie geht es für mich weiter?

Ich versuche alles erdenkliche zu tun, das es mir schnell wieder besser geht und das es auch so bleibt. Ich habe von meiner Psychologin ein paar Hausaufgaben aufgekriegt die ich erledigen soll. Wie z.B. Wochenplan schreiben nach Tätigkeiten und Stimmung. Was ein Wochenplan ist erfahrt ihr bald in den Beitrag „Psychotherapie und was das ist“.

Was kann ich machen wenn es Überhand nimmt?

Wie meine ich das jetzt? Genau, wenn die Depression so stark da ist, das man selbst keine Kraft und Energie mehr hat da gegen was zu machen. Erstens ist es ganz wichtig sich Hilfe zu holen. Bitte professionelle Hilfe. Sei es kurz beim Hausarzt oder beim Facharzt. Der Arzt wird euch zuhören und euch helfen. Entweder auf die medikamentöse Art, also Antidepressiva oder überweist euch zum Psychologen oder zum Psychiater und leitet alles nötige in die Wege. Wenn der Betroffene schon ein Psychiater hat, sollte er hingehen und sich helfen lassen, erstens kennt der Arzt den Patient schon länger und weiß was er tun kann, zweitens ist schon ein gewisses Vertrauen miteinander vorhanden. Selbst wird mir angeboten, wenn irgendwas ist oder es gar nicht mehr geht, soll ich mich bei denen melden oder jederzeit vorbeikommen. Man ist nicht allein und kann für einen, eine große Hilfe sein.

Selbst bei einer leichten Depression oder die Vermutung sollte man sich einen Arzt hinzuziehen, da es durchaus passieren kann, das die Depression nicht behandelt wird und sich verschlimmert. Niemand leidet gerne und niemand sollte sich diesen Leid antun, holt euch Hilfe und versucht mit dem Arzt eine Lösung zu finden, was euch helfen wird, denn so geht es einem schneller besser. Hier findet ihr einen Artikel, wie eine Depression festgestellt wird.

Fazit: Es ist nicht leicht mit Depression im Alltag. Sei es mit leichte oder schwere Depression. Eins ist wichtig, holt euch frühzeitig Hilfe, dann kann es nur noch besser werden.

In Liebe

JMiddeke

 

Medien: Pexels.com

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