Depression und die Sinnlosigkeit!

Wenn einem alles grau und trist vorkommt, scheint die Sonne trotzdem in uns.

 

Hallo ihr Lieben,

heute geht es in meinem Thema um die Sinnlosigkeit in der Depression.

Wann entsteht die Sinnlosigkeit in der Depression?

Es hängt ab von der Schwere der Depression. Bei einer leichten, mittleren Depression ist die Sinnlosigkeit nicht so stark vorhanden, wie in den starken Depressionen.
Man sieht keinen Sinn mehr, wenn einem Hilfe angeboten wird und es einem nicht hilfreich erscheint. Man sieht keinen Sinn mehr, wenn sich alle Leute, Freunde und Kollegen von einem abwenden. Man sieht keinen Sinn mehr, wenn es einem finanziell nicht gut geht.
Ich könnte mehrere Beispiele nennen aber dann sitze ich bis heute Abend noch hier.

Warum scheint es einem alles so sinnlos?

Entweder die betroffenen Personen, haben alles mögliche in ihrer Macht getan um aus dem tiefen Loch rauszukommen, oder die Sinne sind so benebelt von der Depression, dass die Personen einfach keinen Sinn mehr darin sehen weiter zu kämpfen. Für einen macht man alles erdenkliche, um voranzukommen und mit der Depression fertig zu werden. Man bemüht sich auf der Arbeit sein Bestes zu geben, man hilft andere Personen mit deren Problemen. Aber was ist der Dank dafür? Keinen, die meisten nehmen das als selbstverständlich an, auch die, die wissen, dass es einem nicht gut geht oder das man seine Defizite hat.
Hier schreibe ich ein Beispiel dazu warum die betroffenen nicht mit anderen darüber reden und es für sinnlos halten.

Beispiel: Einem wird vermehrt geraten mit den nahestehenden Personen, seine Gefühle zu offenbaren und sich von den Personen helfen zu lassen. Aber den meisten interessiert einem die Gefühle nicht oder die Probleme die einem belasten. Meisten kommen dann die Sprüche: „Stell dich nicht so an“, oder auch „andere haben mehr Probleme als du“.
Die Sinnlosigkeit entsteht dadurch, das man keinen Sinn darin sieht, verstanden zu werden, oder auch einfach Angst bekommt das man so einen Spruch an den Kopf geknallt bekommt. Oder schlimmer, das man nicht ernst genommen wird.

Wenn mir alles sinnlos erscheint, muss ich das mit mir allein ausmachen!

Um Gottes willen, NEIN. Bitte nicht. Es nimmt einem noch mehr die Kraft weg, die man schon für die Depression generell braucht. Ich finde es immer erstaunlich wie gut es einem tut, wenn man sich einer nahestehenden Person sich anvertraut und sich öffnet. Die meisten sind sogar dankbar darüber, dass man Ihnen mitteilt, was einem belastet und wie man sich fühlt. Es ist für einen selber, einen entscheidenden Weg in die richtige Richtung, das einem geholfen wird und es bald einem besser geht.
Man möchte den anderen nicht zur Last fallen, aber wenn man die nahestehende Person nicht mit einbezieht, fällt man der Person mehr zur Last als, wenn die Person über deine Probleme gerade Bescheid weiß.

Ganz wichtig für die Betroffenen: Ihr seid niemals allein!

Ist es sinnvoll zu kämpfen?

Auf jeden Fall. Ich selbst wollte so oft aufhören zu kämpfen, habe keinen Sinn mehr gesehen weiter zu leben oder weiter zu kämpfen. Wie ich dies geschafft habe, den Sinn wiederzufinden? Ich habe nachgedacht, was passieren würde, wenn es mich nicht mehr gibt, wie würden andere Personen handeln oder sagen, wie würde es den treffen? Wenn du einen guten Job hast und wichtige Aufgaben übernimmst werden die Kollegen und der Chef betroffen sein, auch Fragen würden auftreten, warum? Allein den Eltern würde es sehr hart treffen, die haben dich gezeugt und dir ein eigenes Leben geschenkt, auch wenn man es bei den nicht immer gut hat oder mit seinen Eltern nicht klarkommt. Sie würden weinen, sich Schuldgefühle geben, warum die es nicht sehen konnten oder nicht mehr auf die Betroffene eingehen konnten, um der Person zu helfen. Eltern wollen immer das beste von einem. Es gibt Eltern die sind damit überfordert, aber sie sind letztendlich trotzdem für einen da, sei es gedanklich und persönlich. Hat man keine Eltern mehr, hat jeder mindestens eine nahestehende Person den es betreffen wird.
Es ist sinnvoll zu kämpfen, allein für sich selbst. Man bestimmt selber wie man leben möchte und hat seine Vorstellungen dazu und man sollte seinen Zielen nicht aus den Augen verlieren.

Wie kommt man aus der Sinnlosigkeit heraus?

Schreibt alles auf, wofür ihr alles gekämpft habt und was es euch gebracht hat. Zum Beispiel, gut in der Schule sein oder ein Job zu finden usw….
Lasst euch von anderen sagen, was ihr schon in eurem Leben erreicht habt. Nimmt es an. Meistens kann man selbst nicht die kleinen Erfolge sehen, aber selbst die kleinen Erfolge machen eure Stärke aus. Es müssen nicht immer die großen sein, kleine Erfolge sind auch sehr wertvoll.
Ihr habt den Wunsch, so nicht mehr weiterzuleben? Dann ändert es, wechselt den Job oder den Beruf, wenn es eine große Belastung ist. Hört in euch rein, was euer Wunsch ist, wie ihr behandelt werden möchtet und was ihr schon immer erreichen wolltet. Allein für seine Träume zu kämpfen kann sehr wertvoll sein.

Wenn ihr gar keinen Ausweg findet, könnt ihr kostenlos die Seelsorger anrufen, die sind jederzeit für euch da, sei es einfach nur um jemanden zum Reden zu haben, oder sich Tipps oder Hilfe zu holen. Sie sind für euch da, wenn ihr ganz allein seid.
Nehmt die Hilfe an, auch wenn man Angst davor hat was sie sagen oder denken würden. Sie machen es für euch und um zu helfen.

Die wichtigsten Telefonnummern von der Seelsorge findet ihr hier.

https://www.mytherapyapp.com/de/blog/telefonseelsorge-rufnummern

Keiner muss sich dafür schämen, wie es einem geht und was man für Probleme hat. Euch kann geholfen werden.

So das war es erst mal heute von mir. Ich hoffe, euch hat der Beitrag geholfen. Bei Anregungen oder Themen die ich schreiben soll, bitte in die Kommentare oder ganz persönlich per E-Mail.

Vielen Dank fürs Lesen.

In Liebe eure,

JMiddeke

Medien: eigene Produktion
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